Kommentar in "DOLOMITENSTADT.at" zur Volksbefragung in Virgen und Prägraten

Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt" überschreibt Gerhard Pirkner seinen griffigen Kommentar zur vorgezogenen Volksbefragung in Prägraten und Virgen.

Interessant auch die Kommentare zu diesem Kommentar!

Volksbefragung in Virgen und Prägraten überfallsartig vorgezogen

Von "einer Nacht- und Nebelaktion" in den Gemeindestuben von Virgen und Prägraten berichtet heute Dolomitenstadt.at; die ursprünglich für den Herbst (Oktober) vorgesehene Volksbefragung in den beiden Virgentaler Gemeinden soll nun plötzlich im Juni stattfinden.

Iselspeicher Toinig/Hinterbichl: Speicherschlamm statt Wiesengrün? (Klicken zum Vergrößern) Trotz massiver Anstrengungen der befassten Planer und Werbegesellschaften mit Verwirrspielen ("Acht Planungsvarianten möglich"), mit Gründung einer Pro-Kraftwerks-Initiative (Missfallens-Rufer bei kraftwerks-kritischen Wortmeldungen in Planungs- gesprächen), mit bezahlten Werbefilmchen auf Facebook, mit blumigen Versprechungen auf Webseiten und in Flugblättern haben die Betreiber offenbar das Gefühl, die Zeit arbeite gegen sie.

Daher nun diese Eile -
obwohl noch keine Unterlagen für die UVP fertiggestellt sind (wie ursprünglich als Voraussetzung genannt wurde) und keine genaueren Details des Projektes oder gar detailliertere Kostenangaben vorliegen.

Die Isel in "Journal Panorama" (OE1)

Goldgräberstimmung bei Kraftwerksplanern - Abwarten und Taktieren bei politisch Verantwortlichen - Gegenwehr von Bürgerinitiativen:

"Wasserkraft versus Naturschutz"
("Journal-Panorama" am 8.5.2012)

ORF-Kurzbeschreibung:
"Wasserkraft gilt als saubere Energie und soll weiter ausgebaut werden. Doch ein großer Teil der nutzbaren Wasserläufe ist bereits verbaut; immer öfter wandern Projekte nun in sensible Naturschutzgebiete.
Energiehunger, berechtigte Interessen der Kraftwerksbetreiber und Umweltanliegen geraten in Konflikt; etwa im Osttiroler Virgental."

Die Sendung ist bis eine Woche nach dem Ausstrahlungstermin im Internet kostenlos nachzuhören - also bis 14.5.2012
(dort mit dem schwarzen "Play-Button" vor der Überschrift "Journal Panorama" starten!)

Nationalparkbeirat appelliert an Tirol: Stopp den Kraftwerksplänen an der Isel!

Der österreichische Nationalparkbeirat, dem je 8 Vertreter der Bundesländer, des Bundes und der NGOs angehören, hat am 25.4.2012 bei seiner Sitzung im Nationalpark Neusiedlersee in Illmitz einen Beschluss gefasst und das Land Tirol aufgefordert, von Kraftwerken an der Isel in Osttirol sowie ihren Zubringerflüssen Tauern-, Kalserbach und Schwarzach abzusehen.
Die Isel in Osttirol und ihre Zubringerflüsse müssen für den Wasserkraftwerksbau tabu sein!

Im Resolutionsantrag - dem neben Vertretern des Bundes, der Länder und geschlossen alle NGOs, Alpenverein, Naturfreunde, Naturschutzbund, Forum Wissenschaft & Umwelt, WWF und der Umweltdachverband zugestimmt haben - wird die Isel (und ihre Zubringer) als letzter großer und unberührter Gletscherfluss vom Ursprung bis zur Mündung in die Drau genannt.

Die Presseaussendung des Umweltdachverbandes
hierzu.

ÖVP und Photovoltaik: Bürgerverhöhnung?

"Wettlauf um Solarförderung" übertiteln die "Salzburger Nachrichten" heute einen entsprechenden Beitrag; "Rang 560 nach drei Minuten" - obwohl in Salzburg nur 400 Anlagen gefördert werden können.

"PV-Förderung in NÖ: Nach drei Minuten vergriffen" schreibt oekonews über den dortigen Andrang; die dort förderbaren 1600 Anlagen waren nach drei Minuten vergeben.

Und in Tirol?

Start der nur über das Internet möglichen Einreichung für eine Förderung war am 24.4.2012 um 18:00 Uhr. In unserem Land - etwa 500 Anlagen können hier gefördert werden - war der Andrang der Bürger besonders groß: nach eineinhalb Minuten waren schon 1200 Förderungswerber zu verzeichnen, also längst schon alle Möglichkeiten vergeben, nach zweieinhalb Minuten schon zweieinhalbtausend Interessenten registriert, nach zehn Minuten über fünftausend!

Wie schon früher sind also die Antragsmodalitäten nach wie vor unwürdig - geradezu eine Verspottung jener Bürger, die ohnehin den allergrößten Teil dieser Investition selbst bezahlen.


Photovoltaik in Tirol: Bürgerverhöhnung? (Klicken zum Vergrößern) Wenige Tage nach dieser Förderungs-Lotterie für Photovoltaik verspricht die wasserkraft-programmierte ÖVP Tirol auf einer Einladung zu einem Info-Abend am 28. April in Lienz (auf Bild links klicken) "Energie-Perspektiven für Tirol".

Und auf der Einladung prangt unübersehbar eine riesige Photovoltaikanlage - gerade das, was in der Förderung sehr eng limitiert und in der Umsetzung mit einer Reihe weiterer bürokratischer Hürden erschwert wird.

Vor kurzem hat die Tiroler Landesregierung zwar einen Betrag von 1 Million Euro als Landesförderung bereitgestellt; diese ist allerdings an die äußerst eng begrenzte Bundesförderung gekoppelt; nur die wenigen glücklichen "Lotteriegewinner" (s. oben) kommen auch an die ( gegenüber dem Vorjahr halbierte!) Landesförderung.


Auslagenschild Photovoltaik: Bürgerverdummung? (Klicken zum Vergrößern) Wiederholungstäter Dass die obige Einladung mit der sympathiefördernden Photovoltaik-Anlage als ÖVP-Werbung kein Einzelfall ist, zeigt der Facebook-Auftritt der ÖVP Tirol: auch hier wird dem Bürger die ÖVP als Vertreter genau jener Energiegewinnung suggeriert, für welche Tirol und ganz besonders Osttirol zwar beste Voraussetzungen aufweist, die aber in Wirklichkeit von den zuständigen Verantwortungsträgern der ÖVP in Österreich in einem geradezu lächerlichem Ausmaß unterstützt wird.

Obwohl das Interesse der Bürger an dieser besonders umweltfreundlichen Energienutzung von Jahr zu Jahr steigt, hat Umweltminister Belakovich(ÖVP) die Förderung für heuer deutlich gekürzt - obwohl der Staat aus dem Bau von Photovoltaikanlagen mehr Steuern einnimmt als die Förderbeträge ausmachen!

Es ist gänzlich unverständlich, dass das große Interesse der Bevölkerung an sauberer und sicherer Eigenstromversorgung von der Politik so ignoriert und die Investitionsbereitschaft der Bürger gehemmt wird.

Wer hindert unsere Landes-ÖVP, von ihrer Schwesterpartei im Bund eine Aufstockung der Kontingentmittel zu fordern (wie Vorarlberg und Oberösterreich es bereits tun) oder die Landesförderung von der Bundesförderung zu entkoppeln und damit jene Bürger in Tirol zu unterstützen, die eigenständig in erneuerbare Energie investieren und damit selbst einen Beitrag zu Energieautonomie und Energiesicherheit in unserem Land leisten wollen?
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Und in Osttirol?

Die Voraussetzungen unseres Bezirkes zur Photovoltaiknutzung gehören zu den besten in Österreich, wie die vom Regionalmanagement Osttirol initiierte Solarpotential-Studie zeigt. Umso eher wären unsere Mandatare aller Couleurs gehalten, in Land und Bund kräftig für eine bessere Unterstützung des Bezirkes in dieser Richtung einzutreten.

Zum Nachlesen:

Die Information zur Solarpotentialstudie Osttirol: "Das Solarpotential Osttirols" - und die Solarpotentialstudie Osttirol selbst.

Iselrat verliert Kraftwerksgegner


rosa Werbeversprechungen der  SVWP (Klicken zum Vergrößern)"Planungsgespräche" (propagiert als "breiter Diskussionsraum für alle Interessierten"), "Iselrat" (mit zahlenmäßig festgelegter Mehrheit der Befürworter), "Iselforen" mit "eingeladenen Interessierten" - buntes, pseudodemokratisch verbrämtes Alibi-Brimborium, ersonnen und gelenkt von Werbeagenturen, die von Projekt- betreibern zur Durchsetzung ihrer Vorhaben angeheuert wurden.

Und als Zugabe noch eine "Iselstiftung" - (".... bis hin zur Daseinsvorsorge") als anspornende Karotte vor der Nase hungriger Grautiere.

Als "Klare Fronten an Isel" bezeichnet die Tiroler Tageszeitung die Situation nach dem Ausscheiden von Kraftwerksgegnern aus dem Iselrat, ergänzend kommentiert von Catharina Oblasser.

Auch die Kleine Zeitung berichtet darüber, Dolomitenstadt sogar zweimal: hier und hier; besonders deutlich auch der Kommentar in Dolomitenstadt.
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Zum Nachlesen: Der erläuternde Postwurf der BI gegen das Kraftwerk Iseltal

"Wildwassereldorado Osttirol" - neuer Wildwasserführer


Wildwasser-Führer der Osttirol-Werbung (Klicken zum Vergrößern) "Wildwasser als Magnet für Urlauber" berichtet die Kleine Zeitung heute - "Osttirol als Dorado für Kanuten, Paddler und Flusswanderer. Tourismusverband und Kajakklub wollen mit Wildwasserführer internationales Publikum ansprechen".

Osttirol-Werbung (Tourismusverband Osttirol) und Osttiroler Kajakklub haben einen neuen Wildwasserführer herausgebracht, der gestern vorgestellt wurde. Er enthält Strecken- beschreibungen, Schwierigkeitsgrade, Ein- und Ausstiege, Richtlinien, Sicherheitshinweise und Besonderheiten.

Bei der Päsentation bekannten sich Osttiroler Touristiker zum Wasserschatz unseres Bezirkes - so z.B. TVBO-Obmann Franz Theurl: "Wir sind mit unseren Gletscherbächen das Wasserschloss der Alpen und sehen im Wildwassersegment eine Chance für die Region" - zitiert in Dolomitenstadt.at.

Der Bezirk habe sich längst einen Namen als attraktive Wassersportregion erworben, stellt die Tiroler Tageszeitung fest; Wassersportler sind gefragt wegen ihrer überdurchschnittlich langen Aufenthalts- dauer; „viele bringen ihre Partner oder Familien mit, was auch für andere touristische Einrichtungen und den Handel interessant ist“ - so die Geschäftsführerin der Osttirol-Werbung Barbara Nussbaumer.

Dieser Wildwasserführer steht hier als Download zur Verfügung.

Dreifach hält besser: Wie man den Virgentalern ein Kraftwerk beibringen will

Im Herbst 2011 engagierte die Planungsfirma INFRA zur Durchsetzung des Virgentalkraftwerkes gleich zwei Werbeagenturen:


Wunschkonzert der SVWP (Klicken zum Vergrößern) Die Agentur SVWP soll die Bürger vor Ort direkt bearbeiten.

Selbstdarstellung der SVWP: "Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt in den Bereichen Public Relation und Change Management. Die Leistungen umfassen die strategische Planung und Begleitung von Kommunikationsprozessen (intern und extern), die Entwicklung von Kommunikations- lösungen für Unternehmen und Institutionen in erfolgskritischen Situationen sowie die Konzeption und Umsetzung von Kommunikations- kampagnen".

Wie die Aktionen der SVWP dann vor Ort laufen, berichteten wir bereits im Vorjahr; dort auch ein treffender Kommentar aus "Dolomitenstadt".

Übrigens: Auch in anderen Gebieten mit kritischen Bürgern ist die SVWP mit den gleichen Tricks wie im Iseltal ("Transparenz", "Öffentlichkeitsbeteiligung", "Regionalforum"...) im Einsatz - z.B. am Regionalkraftwerk "Mittlerer Inn, wie in der TT nachzuverfolgen ist.

Die zweite angeheuerte Agentur ist die wiko, die vor allem die Berichterstattung der Medien lenken soll.

Leitspruch der wiko: "Dialog mit Wirkung"; ihre Tätigkeit laut Eigendarstellung: „wiko ist ein Unternehmen für Öffentlichkeitsarbeit und strategische Kommunikation“ - „Wir unterstützen Unternehmen und Institutionen dabei, sich im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft, Medien, Öffentlichkeit sowie Politik und öffentlicher Hand erfolgreich zu behaupten.“
Ein Beispiel aus der wiko-Arbeit zum Nachlesen.

Wie sich nun bei genauerem Hinsehen herausstellt, sind für die Web- und Werbeseite der Kraftwerksbetreiber noch weitere Akteure tätig - zumindest mit versuchter Stimmungsmache. Der virgentalerweg.at wurde von SEMU-Design (Sebastian Müller) erstellt, auch die Website von Ploner Communications (Philipp Ploner) ; ein Produkt beider – nämlich 520Pixel - gestaltete den Facebook-Auftritt von virgentalerweg.at.

Und nunmehr erscheint interessant, wem die Beiträge auf virgentalerweg.at besonders "gefallen": zu einem nicht geringen Teil solchen Personen, die nichts mit dem Virgental unmittelbar zu tun haben, sondern in gewisser Beziehung zu Ploner Communications ("Wir betreuen Ihren professionellen Facebook-Auftritt") stehen.

Man kann eben nie genug Helfer haben, wenn man ein Kraftwerk durchsetzen will.

Anmerkung 13.4.2012: Ploner Communications distanziert sich von virgentalerweg.at.

Offener Brief an ORF Tirol

Auch über politisch unbequeme Themen im Lande soll berichtet werden, verlangt Netzwerk Wasser Osttirol in einem Offenen Brief an den Intendanten des ORF Tirol Helmut Krieghofer. Anlass hierzu war die Ignoranz des Landesstudios gegenüber den engagierten Frauen aus Osttirol, die bei verantwortlichen Politikern in Innsbruck vorsprachen.

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Hintergrundinfo:
Wie Christoph Sailer, Chefredakteur von ORF Tirol, im Revier des LHStV. Steixner zur Jagd war - was zwar "keinen gerichtlichen Tatbestand“ darstellt (so die Korruptionsstaats-anwaltschaft), aber zumindest bei Gebührenzahlern des ORF in Tirol ein Aha-Erlebnis möglich macht:
Die Spielhahnjagd

und zur gemütlichen Abrundung: Speckjause bei Steixner.

Was die Osttirolerinnen in Innsbruck zu hören bekamen

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Politikersprüche .... Politikersprüche .... Politikersprüche .... Politikersprüche .... Politi ...


Naturschutzreferent LHStV.Gschwentner: Er sei ein "sehr naturverbundener Mensch" und "kein Demolierer".

Für die Isel gäbe es "noch kein Projekt und kein Verfahren", sobald ein Projekt vorliege, würden auch Auswirkungen auf Tourismus, Naturhaushalt etc. geprüft, es werde ein UVP-Verfahren durchgeführt, welches viele Auflagen vorsähe.

Man (offenbar Gschwentner und Steixner) könne nicht "wegen 40 Frauen, die in die Landesregierung kommen", Projekte absagen; "... dann gibt es nichts mehr, dann haben wir keines mehr in Tirol, denn 40 oder 50 oder 100 engagierte Frauen oder auch Männer lassen sich durchaus in verschiedenen Regionen finden - und nach einem Gespräch sind die Kraftwerke erledigt ... - und dann können wir einpacken".

Gschwentner kann versprechen: "Größtmögliches Verständnis für Ihre Anliegen, daher größtmögliche Einbindung der Bevölkerung, größtmögliche Rücksichtnahme auf Naturwerte, sorgfältigste Abwägung aller Interessen"
und bittet um "Vertrauen" - "... wir sind Leute, die Verantwortung tragen"; er habe auch Kinder.


Energiereferent LHStV. A. Steixner erinnert die Frauen an eine "moralische Verpflichtung": ob "Strom aus Kohlekraftwerken importiert oder lieber aus eigenen Bächen sauber Strom erzeugt" werden solle?

Die Photovoltaik sei kaum der Rede wert; Osttirol habe ein besonders großes Ausbaupotential an Wasserkraft und bisher verhältnismäßig wenig ausgebaut – solche "Bezirke mit größerem Potential sollen mehr beitragen"; er wünscht sich, "„dass man das bei Enk drinnen so macht, dass die Natur so weit als möglich erhalten bleibt und dass man trotzdem Einnahmen für die Region sichert“ und bittet mehrfach um Vertrauen: „ Es" (sic!) "sollts ein bisschen mehr Vertrauen haben, dass wir Eure wunderschöne Gegend da drinnen nicht hinmachen" und: "Ihr sollts Vertrauen haben, dass wir schon schauen werden" ....

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Medienstimmen zur Frauenvorsprache in Innsbruck:

Kleine Zeitung: "Iselfrauen" gingen auf die Straße, Tiroler Tageszeitung: Frauendemo für die Isel in Innsbruck, Dolomitenstadt: Geballte Frauenpower für die Isel, Kurier: Frauen-Protest "Die Isel soll frei fließen", Kronenzeitung: Osttiroler Frauen demonstrierten gegen das Isel-Kraftwerk.

Osttirolerinnen im Landhaus: Keine Kraftwerke an der Isel!

Frauen für die Isel ohne Kraftwerke (Klicken zum Vergrößern)

Ein Bus voller Frauen aus Osttirol traf heute vor dem Landhaus in Innsbruck ein:
50 Frauen aus allen Teilen und allen Bevölkerungsschichten Osttirols. Sie hatten die Mühen dieser weiten Fahrt nach Innsbruck auf sich genommen, um am heutigen "Tag des Wassers" ganz entschieden für eine Isel einzutreten, die als Eigentum aller Österreicher weiterhin ohne Kraftwerke fließen soll.

Ein Rettungsschirm für die Isel errichten die Frauen aus und in Osttirol (Klicken zum Vergrößern)"Ein Rettungsschirm für die Isel" war das Motto, unter dem die Frauen aus Osttirol dem Energiereferent LHStV. Steixner und Naturschutzreferent LHStV. Gschwentner klarzumachen versuchten, dass die Isel ungleich mehr ist als eine bloße finanzielle Zubuße zu Gemeindebudgets - "sie ist Erholungsraum für uns und unsere Kinder, für unsere Gäste – ein prachtvoller Naturschauraum, in dem eine Vielfalt von Pflanzen und Tieren gedeihen kann - ein Ort für Körper und Seele“.

Netzwerk Wasser Osttirol wird über diese Aktion weiter berichten.

Isel-Petition im Parlament

Die im Herbst 2011 von Nationalratsabgeordnetem Gerhard Huber eingebrachte Isel-Petition soll nun im Nationalrat behandelt werden, berichtet heute die Kleine Zeitung. Auch einen Entschließungsantrag werde Gerhard Huber einbringen, worin Umweltminister Nikolaus Berlakovic aufgefordert wird, alles in die Wege zu leiten, damit das Land Tirol die Isel für die Aufnahme in das europäische Natura-2000-Netzwerk nominiert.

Natura 2000-Schutz für Isel heuer noch!


Deutsche Tamarisken an der Isel (Klicken zum Vergrößern) "Die EU-Kommission bestätigt den Nachnominierungsbedarf für Isel und Zubringerbäche ins Natura 2000-Netzwerk" berichten der Oesterreichische Alpenverein und der Umweltdachverband in einer Presseaussendung, in welcher die eheste Nachnominierung und damit Natura 2000-Schutz für die Isel und ihre Zubringer urgiert wird.

Jeder Bürgermeister, der jetzt noch Kraftwerke plane, handle fahrlässig bemerkte dazu Gerhard Heilingbrunner, der Präsident des Umweltdachverbandes.

Landschaftsschutzverein: Widerstand gegen Iselkraftwerk bis zum Obersten Gerichtshof

Von "Kampf für die Isel bis zum Höchstgericht" schreibt die Kleine Zeitung, der Landschaftsschutzverein sei die Speerspitze für den Iselschutz berichtet die Tiroler Tageszeitung über die Vollversammlung des Osttiroler Landschaftsschutzvereins.

Die Auseinandersetzung kann langwierig und zeitraubend werden, aber dies sei die Erhaltung der Isel unbedingt wert, war die einhellige Meinung der Mitglieder und Gäste.


Viele Menschen treten für unsere Isel ein (Klicken zum Vergrößern) Auch bei der - trotz kalten Windes und zeitweisen Schneetreibens - sehr gut besuchten Wanderung an der winterlichen Isel waren lebhafte Diskussionen im Gang.

Immer wieder wurde Unverständnis darüber geäußert, dass diese Kostbarkeit Osttirols für eine erhoffte Aufbesserung von Gemeindekassen verstümmelt werden soll.

Auch Besucher von auswärts waren da, welche die Bedeutung der Isel weit über unseren Bezirk hinaus betonten.

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Landschaftsschutzverein: Einladung zur Vollversammlung und zur Iselwanderung


Isel in Hinterbichl (Klicken zum Vergrößern) Der "Verein zum Schutz der Erholungslandschaft Osttirol" wird Freitag, den 24. Feber 2012, um 19:00 Uhr im "Paradiso" (Dolomitenhotel) in Lienz, Dolomitenstrasse 2, seine Vollversammlung mit Vorstandswahl, Berichten und Diskussion abhalten.

Im Anschluss an die eigentliche Vollversammlung wird die "Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk Virgental" über ihre Arbeit und den aktuellen Stand der Kraftwerksdebatte berichten.

Diese Information beginnt um etwa 20,00 Uhr; Gäste sind herzlich eingeladen!

Ebenfalls herzlich eingeladen wird zu einer Winterwanderung an der Isel am Sonntag, 26.2.2012, in Prägraten. Sie beginnt um 13:30 Uhr beim Freizeitzentrum Prägraten.

Siehe hierzu die Einladung der "Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk Virgental" mit Lageskizze.

Prominente Unterstützer für die Isel


Winterliche Isel in Prägraten (Klicken zum Vergrößern) Die Unterstützung für den Schutz der Isel steigt permanent. Die Zahl der prominenten Österreicher nimmt weiter zu, die sich gegen eine Ableitung der Isel aussprechen.

Auf der WWF-Webseite "Flüsse voller Leben" scheinen nun neben der Präsidentin des NR i.R. Dr. Marga Hubinek auch Univ.Prof. Dr. Roland Giertler, der Künstler Prof. Jos Pirkner oder Min.a. D. DI Dr. h.c. Josef Riegler (Ehrenpräsident Ökosoziales Forum) auf.

Weitere werden dazukommen.

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Ihnen allen sei aufrichtig gedankt, dass sie sich für ein unwiederbringliches Kleinod unseres Staates einsetzen!

Iselkraftwerk: Planer wollen ernstmachen

Nachtrag 2012-02-08
... ein purer Zufall natürlich, dass die von den Planern bezahlte Agentur wiko - "ein Unternehmen für Öffentlichkeitsarbeit und strategische Kommunikation", Leitspruch: "Dialog mit Wirkung" - gerade jetzt den Medien vorgibt, welche Lobeshymne auf das Virgental-Kraftwerk anzustimmen wäre: Der wiko-Text zum Nachlesen und Vergleichen.
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"Detailplanungen bei Kraftwerk Virgen starten" berichtet "Dolomitenstadt"; auch die Kleine Zeitung schreibt über die Absichten der Kraftwerksplaner und auch darüber, dass im Herbst 2012 eine Volksbefragung in Virgen und Prägraten zum Kraftwerksprojekt Virgental erfolgen soll.

Die Torschlusspanik der Kraftwerksplaner wird offenkundig.
Und die der Bürgermeister auch -
hatte doch der Virger Bürgermeister schon im Vorjahr eine gemeinsame Bürgerbefragung angekündigt, die in Prägraten allerdings äußerst kritisch als "Trickkiste gegen die Isel" gesehen wird.
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In "Dolomitenstadt" findet sich auch zum Iselmonat des WWF ein interessanter Leser-Kommentar (Thema Schützen).

Die Isel in OE1- 06. Februar 2012, 19:05

Die Isel in OE1:

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft: Klimaschutz oder Umweltschutz? Wasserkraft im Spannungsfeld der Interessen. Gestaltung: Sonja Bettel.

Montag, 06. Februar 2012 19:05

Nachtrag:
Die ORF-Textzusammenfassung dieses Beitrages

Februar 2012: "Isel-Monat" des WWF

Der WWF hat den Monat Februar 2012 zum Isel-Monat erklärt und unterstützt damit nachdrücklich die Betrebungen der Osttiroler Initiativen, die Isel frei von Kraftwerken zu bewahren.
Der WWF kämpft mit uns für eine kraftwerksfreie Isel (Klicken zum Vergrößern) Eine entsprechende "Isel-Deklaration" wurde von bedeutenden österreichischen Naturschutzorganisationen wie WWF, Naturschutzbund, Alpin-, Fischerei- und Kajakverbänden unterzeichnet, die sich dadurch mit unserem Anliegen solidarisieren.

Auf der Website "Flüsse voller Leben" sind aktuelle Neuigkeiten zu finden; dort kann man sich auch zur Unterstützung der Isel-Deklaration in einem Protestschreiben an die Tiroler Landespolitik wenden.

Schon im Jahre 1998 hatten Umweltministerium, Landwirtschaftsministerium und WWF die Isel als nationales Flussheiligtum ausgezeichnet und sich für deren Schutz ausgesprochen; inzwischen sind freifließende Gewässer in Österreichs Landschaft noch seltener und damit kostbarer geworden.
Ein Bewahren der Isel vor Kraftwerkseingriffen ist unabdingbar!

Kritik von UWD und WWF am Kriterienkatalog Wasserkraft

Der Umweltdachverband ortet in einer Presseaussendung zu dem von Nikolaus Berlakovich vorgestellten Kriterienkatalog Wasserkraft zwar einen "Schritt in die richtige Richtung" - aber offensichtlich nicht mehr, da dieser Katalog wichtige Naturschutzfragen nicht berücksichtige, keine Grundlage für eine nationale strategische Planung darstelle und den EU-Wasserrahmenrichtlinie nicht gerecht werde. Auch fehle ein Verbot von Atomstrom in Pumpspeichern.

"Einen Kniefall des Umweltministers vor der E-Wirtschaft" erkennt der WWF in einer Stellungnahme in diesem Kriterienkatalog. "Der Minister hat eine historische Chance verspielt, unsere Natur zu bewahren". Es fehle die Rücksicht auf die letzten Flussheiligtümer Österreichs, zu denen auch die Isel gehört. In einer Presseaussendung sieht der WWF im Kriterienkatalog einen "Ermöglichungskatalog für die Pläne der E-Wirtschaft".

Anmerkung: Wenn sich ein Telekomkonzern bei einem Ministerium ein auf seine Interessen zugeschnittenes Gesetz bestellen kann (wie es sich im parlamentarischen Untersuchungsausschuss abzuzeichnen beginnt) - warum sollte es sich die noch viel einflussreichere E-Wirtschaft nicht richten dürfen?

Unsere Isel - nach auswärts verhökert?


Unsere Isel - den Innsbrucker Kommunalbetrieben verhökert? (Klicken zum Vergrößern) Oben rinnt das Wasser der Isel hinein, welches uns allen gehört - unten kommt elektrischer Strom heraus, der den Innsbrucker Kommunalbetrieben gehört, so stellt sich wohl der Virger Bürgermeister das Iselkraftwerk vor.

Warum sonst ginge er mit diesem Kraftwerksprojekt hausieren, bei den Innsbrucker Kommunalbetrieben zum Beispiel, oder auch den Schwazer Stadtwerken - so wird jedenfalls aus Nordtirol berichtet. Einige Silberlinge des Judaslohnes (sozusagen Bröselchen des verkauften Kuchens) fielen dann wohl für die Virger Gemeindekasse ab.

Allerdings: Die kolportierten Baukosten des Iselausleitungsprojektes stiegen bereits drastisch an (seit dem Vorjahr laut Planer W. Widmann von 140 Millionen Euro auf nunmehr bereits 165 Millionen); umgekehrt sinken die Kosten von Sonnenstrom ständig. In einigen Jahren wird auch bei uns Netzparität erreicht sein, so der Landesenergiebeauftragte DI Stephan Oblasser gestern in Lienz.


Sonnenstrom statt entwässerter Isel! (Klicken zum Vergrößern) "Enormes Potenzial für Energie von der Sonne" überschreibt heute die Kleine Zeitung ihren Bericht über die gestrige Präsentation der "Solarpotentialstudie Osttirol"; auch die Tiroler Tageszeitung spricht von "extrem guten Bedingungen" zur Solarstromerzeugung in unserem Bezirk. Osttirol habe schon eine viel höhere Dichte an Photovoltaikanlagen als Nordtirol und solle auch wegen seiner besonders guten Voraussetzungen besser gefördert werden, stellt hierzu DI Stephan Oblasser fest.

Zum Ansehen: Photovoltaikeignung der Dächer im Bezirk Lienz (Karte).

Ruggenthalers Versuche, das Juwel Osttirols - die Isel - zu verscherbeln, erscheinen angesichts dieser hervorragenden Eignung Osttirols zur Nutzung der Photovoltaik ganz besonders paradox.
Kostbarkeiten verschleudern und unsere tatsächlichen Vorteile brachliegen lassen?

Auch von überregionaler Seite kommen Argumente für die ungeschmälerte Erhaltung der Isel: "Nur noch zehn Prozent der alpinen Flüsse sind im Naturzustand", warnt Aurelia Ullrich-Schneider, Projektleiterin der CIPRA International "und diese gilt es unbedingt zu erhalten." Die Internationale Alpenschutzkommisssion hat eine Untersuchung über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Themenkomplex Wasser veröffentlicht: "Wasser im Klimawandel".

Update (3.2.2012) zu Absatz 3:
Etwas genauer erklärt: Die o.a. Baukosten von 165 Millionen Euro beziehen sich inflationsbedingt auf ein allfälliges Fertigstellungsjahr 2017.

Potentialstudie: Osttirol als Wasserkraftkolonie ?


Osttirol im Fadenkreuz der Kraftwerksplaner (Klicken zum Vergrößern) Nun ist sie endlich öffentlich - die "Potentialstudie Wasserkraft" der Tiroler Landesregierung, eine Wunschaufstellung der Wasserkraftwerksplaner für Tirol.

"Die theoretische Nutzbarkeit wurde dem Kriterienkatalog gegenübergestellt. Abgezogen wurden demnach besonders schützenswerte Gebiete, wo der Bau von Kraftwerken nicht infrage kommt" berichtet die Tiroler Tageszeitung von der Vorstellung der Studie durch LHStv. Steixner.

Die Kleine Zeitung sieht die Situation schon realistischer: "Land will Osttirols Bäche". Ein besonders großes Potenzial orten die Verfasser der Studie nämlich in unserem Bezirk.

So wird z.B. trotz aller vollmundigen Sprüche Steixners von "schutzwürdigen Ausschlussgebieten" und der Berücksichtigung von " Naturschutz und Gewässerökologie" nicht einmal die Isel als schutzwürdiger Bereich angeführt, obwohl sie der letzte große freifließende Gletscherfluss nicht nur Tirols, sondern des gesamten Alpenbereichs ist und ganz besonders seltene Lebensgemeinschaften aufweist. Damit wird auch wieder einmal deutlich, warum das Land nunmehr seit mehr als zehn Jahren die Einbringung der Isel in das europäische Natura 2000-Netzwerk blockiert.
Umweltdachverband und Alpenverein haben deshalb ja im vergangenen Sommer eine entsprechende Beschwerde bei der EU-Kommission eingebracht.

Zurück zur "Potenzialstudie Wasserkraft":
Wer sich durch das Verwirrspiel dieses Machwerkes mit seiner Ansammlung von verschiedensten Parametern durchschlagen möchte, kann die Potenzialstudie von der Website des Landes Tirol abrufen, ebenso die Originalkarte zu dem von uns dargestellten Ausschnitt.


Die Urheber der Studie Wasserkraftpotential (Klicken zum Vergrößern) Diese Potenzialstudie und der Kriterienkatalog sind in der Zusammenarbeit zweier verquickter Ingenieursgesellschaften entstanden, die alle beide von Kraftwerksplanungen profitieren und nunmehr bei der Rechtfertigung der einäugig auf Wasserkraft fixierten "Energiepolitik" des Landes Tirol behilflich sind.

Die INFRA war federführend an der Erstellung und kraftwerksfreundlichen Adaptierung des Kriterienkataloges beteiligt und ist nunmehr Planerin des Iselkraftwerkes im Virgental, ihre Mutterfirma, die ILF hat an der Erstellung der Wasserkraftpotentialstudie verdient und führt ebenfalls Planungsarbeiten für Kraftwerke durch, z.B. am Tauernbach.

Was wird zu erwarten sein, wenn das Land Tirol eine von Wasserkraftwerksplanungen profitierende Ingenieurgemeinschaft zur Beurteilung der Sinnhaftigkeit von Wasserkraftwerken beauftragt? Kann man es einem Pferdemetzger vorwerfen, wenn er in einem Lipizzaner lediglich eine Reihe von vermarktbaren Würsten vor Augen hat?

Unser Bezirk erzeugt schon deutlich mehr Strom als er verbraucht; soll er nun herhalten müssen für die Stromgelüste anderer? Unsere Landschaft ist zu schade für die Torschlusspanik von Kraftwerksbauern, die ihr Geschäftsfeld immer kleiner werden sehen und die Konkurrenz anderer sanfter Stromerzeugungsarten fürchten (so liegt die Akzeptanz der Windkraft weit vor jener der Wasserkraft und deckt z.B. das Burgenland seinen Strombedarf schon zu 66,2% aus Windenergie; in Deutschland erreichte Strom aus Photovoltaik bereits im dritten Quartal des Vorjahres die Netzparität).

Ein NEIN zu einer Stromkolonie Osttirol!!