Innervillgraten: getürkter Wasserrechtsbescheid?

Der Bürgermeister der Gemeinde Innervillgraten erhofft sich schon längere Zeit aus Wasserkraftwerksprojekten ein Zusatzeinkommen für die verschuldete Gemeinde.

Die für die Duchsetzung verwendeten Methoden sind einigermaßen obskur. Auch der naturschutzrechtliche Bescheid kam auf fragwürdige Weise zustande; das Naturschutzgutachten war nämlich eindeutig negativ. Letztendlich vergab die Gemeinde in riskanter Art Planungsaufträge, es liegt ja noch keine endgültige Genehmigung vor.

Im Berufungsverfahren stellt nunmehr ein energiewirtschaftliches Fachgutachten fest, dass im Wasserrechtsbescheid der Tiroler Landesregierung eine viel höhere Stromausbeute genannt wird als nach den hydrologischen Daten möglich ist. Das Vorhaben ist betriebswirtschaftlich absolut unrentabel.

Umweltdachverband und Oesterreichischer Alpenverein appellieren daher an LH Platter und BM Berlakovich, dass die Kraftwerkspläne in Innervillgraten sofort zu stoppen seien.
Der Wasserrechtsbescheid der Tiroler Landesregierung "ist allein schon wegen Falschberechnung der Stromproduktion rechtswidrig" und müsse daher von der obersten Wasserrechtsbehörde ersatzlos aufgehoben werden".

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