Natura 2000: Die Chance lebt



Der Umweltdachverband mit Präsident Gerhard Heilingbrunner, das Kuratorium Wald, der Osttiroler Landschaftsschutzverein und der Alpenverein werfen sich mehr denn je in die Bresche, damit die Isel endlich Natura-2000-Gebiet wird. Das würde das Aus für die geplanten Kraftwerks-Großprojekte an der Isel bedeuten.
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Tiwag-Vorstand Bruno Wallnöfer erklärte bei seinen Auftritten in Osttirol die Kraftwerks-Option 16 – die Iselstufe Matrei-Lienz – zwar für tot, fast zeitgleich sprach Landeshauptmann van Staa vor Netzwerk-Vertretern in Wien aber von "zwei Kraftwerken für Osttirol". Deshalb arbeitet das Netzwerk Wasser Osttirol gemeinsam mit überregionalen Umweltschutz-Organisationen intensiv an wirksamen gesetzlichen Barrieren gegen die Zerstörung unserer Naturlandschaft. Die Ernennung der Isel zum Natura-2000-Gebiet ist eine solche Barriere.

Ein gutes Stück näher ans Ziel bringt uns dabei eine aktuelle Studie, die der Umweltdachverband, das Kuratorium Wald, der Osttiroler Landschaftsschutzverein, das Netzwerk Wasser und der Alpenverein vor kurzem präsentierten. Dr. Gerhard Heilingbrunner vom Dachverband dazu: "Diese wissenschaftliche Studie über die Bestände der Deutschen Tamariske belegt eindeutig, dass die Isel potenzielles Natura-2000-Gebiet ist" (Pressetext zum Thema)

Die Umweltschutz-Organisationen haben ein Antrag auf Vertragsverletzungsverfahren gegen Land und Bund beim Europäischen Gerichtshof eingebracht. Der Grund: Trotz Aufforderung der EU zur Nachnennung eines weiteren Natura-2000-Gebietes zum Schutz der Deutschen Tamariske wurde es unterlassen, die Isel zu nominieren. Eine energiewirtschaftliche Nutzung des Flusses ist mit dem Schutz der Tamarisken-Bestände nämlich in keinem Fall vereinbar.