Köll will mit Dreierpakt Iselkraftwerk erreichen

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Update Medienstimmen:
Die TT über politische Verwerfungen als Folge der Köll-Aktion,
die Kleine Zeitung mit einem Kommentar zu Kölls "Tarnen und Täuschen"
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Herbstliche Isel unter Brühl: wo hier  noch Wasser wegnehmen? (Klicken zum Vergrößern) Es war zu erwarten: BM Köll plädierte am 9.11.2011 im Gemeinderat heftig für ein Iselkraftwerk. Er hat sich hierzu einen Kompagnon gesucht, der genau sowenig wie er selbst Respekt vor den landschaftlichen Kostbarkeiten Osttirols besitzt: Michael Theurl, Leimholzhersteller aus Thal, welcher sich schon mehrfach und äußerst hartnäckig bemüht hat, durch die Ableitung des Debantbaches eine Geldquelle zu erschließen. Zwei kongeniale Partner, die mit gegenseitiger Unterstützung nun aus der Isel Bares machen wollen.

Der dritte Nutznießer im Bunde ist die LFS – jene Consultinggesellschaft, welche die Potentialstudie Wasserkraft erstellt hat und nun ihr (vom Land Tirol mit mindestens 300.000 Euro finanziertes und bislang geheimgehaltenes) Insiderwissen selbst zu verwerten gedenkt (siehe "Fördert Energielandesrat Steixner mit Steuermitteln Insidergeschäfte?" ).

Der Allgemeinheit soll mit einem Rosstäuscherargument die Ableitung der Isel als notwendig dargestellt werden: „Wenn wir die Isel nicht ableiten, werden es andere tun.“

Tatsache ist:

Niemand aus der gesamten EU oder darüber hinaus kann eines unserer Gewässer ableiten, wenn wir in Österreich dies selbst nicht wollen und entsprechende Schutzbestimmungen vorsehen.

Wenn allerdings wir selbst über Betreiben unserer Wasserkraftkonzerne den Wert unserer Gewässer möglichst tief eingestuft haben, sie nur als allfällige Geldbringer durch Kraftwerke sehen und sie mit rechtlichen Spitzfindigkeiten geradezu „vogelfrei“ erklären, wenn wir unseren Landesumweltanwalt knebeln und im österreichischen Wasserrecht sogar mit einen eigenen Ausnahmeparagraphen für Wasserkraftwerke das grundsätzlichen Verschlechterungsverbot der Wasserrahmenrichtlinie umgehen – dann dürfen wir uns über Begehrlichkeiten Anderer nicht wundern.

Ehrliche nationale Schutzbestimmungen wären für die Erhaltung solcher Kostbarkeiten wie die Isel völlig ausreichend – warum sieht man sie nicht vor?

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Medienstimmen:

Die TT über den Protest des WWF.
Über die Gemeinderatssitzung vom 9.11.d.J. berichten Kleine Zeitung; Die Kraft der Isel lockt", Tiroler Tageszeitung "Matrei beharrt auf Iselkraftwerk" sowie Dolomitenstadt.at vom 10.Nov.2011 "Köll schmiedet eigene Pläne an der Isel!", diese auch mit einem besonders eindringlichem Kommentar.

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