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Tiroler "Energiepolitik" 2007


Transparent auf Frauendemo gegen TIWAG-Kraftwerk Dorferbach

Ein Kurzrückblick auf das Jahr 2007 kann nicht besser zusammengefasst werden als mit diesem Transparent des Frauenprotestes im Juni 2005.

Das Dogma von der alleinseligmachenden Wasserkraft – in Tirol seit Jahrzehnten von der TIWAG und der sie unterstützenden Landespolitik vorgebetet - wird nun mit Argumenten des Klimaschutzes neu aufpoliert, wie die Phrasen z.B. bei der Eröffnung des TIWAG-Kraftwerkes Schwarzach oder auch die stereotypen TIWAG-Inserate in den Tiroler Medien deutlich machen.

Die CO2-Wirklichkeit der Stromkonzerne sieht etwas anders aus; das zeigen deren Ausbaupläne, die vor einiger Zeit in einem Bericht der Salzburger Nachrichten dargestellt wurden: Österreichs Stromwirtschaft will in den nächsten Jahren zweimal mehr Strom aus neuen Wärmekraft- als aus (im Winter ja nur dürftig produzierenden) Wasserkraftwerken erzeugen!

Auch die wirkliche Sicht der Bürger sieht anders aus, als Werbemanager oder Politförderer der TIWAG es glauben oder glauben machen wollen. „Der Ausbau der Wasserkraft“ spiele „lediglich eine untergeordnete Rolle“ innerhalb dessen, was die Tirolerinnen und Tiroler als vorrangige Aufgabe ihrer Landesregierung sehen. Verschämt erwähnt die Tiroler Tageszeitung am 28. Dez. 2007 dieses Ergebnis einer tirolweiten Umfrage.

Nicht einmal ein Drittel der Bevölkerung (32 %) hält also das für wichtig, was TIWAG und Tiroler Landesregierung seit Jahren trommeln – eine klare Pleite für jene massive Werbewelle, die mit regelmäßigen ganzseitigen PR-Einschaltungen die Tiroler Medienwelt überschwemmt und versorgt.

Netzwerk Wasser Osttirol wird weiter über Hintergründe und Alternativen informieren.

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